Ich erinnere mich noch gut: Bei meinem ersten Versuch, Kohlrouladen zu rollen, klebte die Füllung an den Fingern und die Blätter rissen dauernd. Heute lächle ich darüber — und zeige dir eine einfache, vegane Version, die gemütlich schmeckt, satt macht und überraschend entspannt zuzubereiten ist. Wenn du denkst, Kohlrouladen seien kompliziert, beruhige ich dich gleich: Das hier ist ein Rezept, das man auch nach einem langen Arbeitstag noch mit Freude macht.
Ein kurzer Überblick über das Vegane Kohlrouladen Rezept
Ich habe dieses Rezept so aufgebaut, dass es gesund, ausgewogen und alltagstauglich ist. Die Rollen liefern viele Ballaststoffe durch den Napa-Kohl und den Reis, dazu kommen Vitamine (vor allem Vitamin C und K) aus dem Kohl und eine ordentliche Portion Mineralstoffe aus den Pilzen und dem Gemüse. Die Kombination aus Reis und Hülsenfrüchte-Alternativen oder Pilzen trägt zu einer moderaten Proteinaufnahme bei — die Rouladen sind also eher ballaststoffreich und natürlich ausgewogen, nicht extrem proteinlastig. Hauptzutaten wie Napa-Kohl und Gemüse sorgen für Frische und Nährstoffe. Das Gericht eignet sich gut für Meal Prep, als leichtes Wohlfühlessen oder als Teil einer ausgewogenen Wochenmahlzeit.
Zutaten für Vegane Kohlrouladen
Grundzutaten
- 1 1/4 Tassen trockener Sushi-Reis (oder kurzkörniger Reis) — sorgt für Bindung und eine angenehme, leicht klebrige Textur.
- 1 große Napa-Kohl (chinakohl) — die Blätter sind weich und lassen sich gut rollen.
- 1 EL Öl, geteilt (neutral, z. B. Avocado- oder leichtes Olivenöl) — zum Anbraten und für die Pfanne.
- 1 mittlere Zwiebel, gewürfelt — für Süße und Tiefe.
- 3/4 EL frischer Ingwer, gehackt — für Frische und Aroma.
- 3 Knoblauchzehen, gehackt — rundet den Geschmack ab.
- 1 mittelgroße Karotte, gewürfelt — für Farbe, Ballaststoffe und Süße.
- 2 mittlere Paprika, gewürfelt — liefern Vitamin C und Textur.
- 8 weiße Champignons, gewürfelt — für „herzhafte“ Bissfestigkeit und Umami.
- 2 EL Tamari oder Kokosaminos — salzige, umami-reiche Würze (tamari ist glutenfrei).
- 1/2 TL Meersalz — vorsichtig dosieren, Tamari bringt schon Salz mit.
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer — frisch gemahlen schmeckt am besten.
- Sesam zum Garnieren — für hübsches Finish und etwas Crunch.
Tipp von mir: Ich wiege beim Reis gern ab, damit die Konsistenz stimmt. Und beim Kohl achte ich darauf, die Blätter ganz zu lassen — das macht das Rollen leichter.
Optionale Extras
- 150–200 g fester Tofu, zerbröselt und kurz angebraten — für extra Protein.
- 1–2 EL Sesamöl (nur einen Hauch) — für mehr Aroma in der Sauce.
- Frühlingszwiebeln oder Koriander zum Bestreuen — frisch und grün.
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver oder 1/2 TL Chiliflocken — wenn du es würziger magst.
- Gehackte Walnüsse oder Sonnenblumenkerne — für Crunch und gesunde Fette.
Ich füge solche Extras je nach Lust und Vorrat hinzu, aber die Grundversion ist schon sehr stimmig.
Ersatzmöglichkeiten und Abkürzungen
- Reis austauschen: Wenn du keinen Sushi- oder Kurzkornreis hast, geht auch Risotto-Reis oder vorgekochter Vollkornreis — die Textur ändert sich leicht.
- Schnellvariante: Vorgekochter Reis aus dem Glas spart Zeit — darauf achten, dass er nicht zu matschig ist.
- Tamari ersetzen: Sojasauce geht auch, wenn du kein Problem mit Gluten hast.
- Champignons ersetzen: Gehackte Linsen (vorgegart) bringen mehr Protein; sie machen die Füllung fester.
- Napa-Kohl ersetzen: Weisskohl funktioniert, ist aber fester — dann die Blätter länger blanchieren oder zarter machen.
- Öl reduzieren: Für fettärmere Variante nur wenig Öl verwenden oder mit einer beschichteten Pfanne arbeiten.
Kleine Abkürzungen wie vorgegarter Reis oder halbierte Gemüsewürfel machen das Ganze schneller, ohne den Charakter des Gerichts zu verlieren.
Vegane Kohlrouladen Schritt für Schritt zubereiten
Ich beschreibe die Zubereitung so, dass sie leicht nachzumachen ist — ohne Fachbegriffe, mit praktischen Tipps.
- Reis einweichen und abtropfen
- Den Reis 45–60 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Das macht ihn weicher, verkürzt die Kochzeit und sorgt für bessere Textur.
- Danach abgießen und kurz beiseitestellen.
- Reis kochen
- Den eingeweichten Reis mit frischem Wasser und einer Prise Salz aufsetzen.
- Bei mittlerer Hitze weich kochen, bis die Körner gängig und leicht klebrig sind. Nicht zu trocken kochen — der Reis soll die Füllung zusammenhalten.
- Kohl vorbereiten
- Den Napa-Kohl am Strunk an der Unterseite leicht einschneiden (wenn nötig) und dann die äußeren Blätter vorsichtig abtrennen. Die inneren, kleineren Blätter kann man später verwenden oder in Streifen schneiden.
- Große, ganze Blätter brauchst du zum Rollen.
- Blanchieren der Kohlblätter
- Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.
- Die Kohlblätter portionsweise 2–3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren — sie sollen weich werden, aber noch Biss haben.
- Sofort in Eiswasser legen (Eisbad), damit die grüne Farbe erhalten bleibt und das Blatt nicht weitergart. Kurz abtropfen lassen und mit einem Küchentuch trocken tupfen.
- Gemüse anbraten (Füllung)
- In einer großen Pfanne die Hälfte des Öls erhitzen.
- Zwiebel, Ingwer und Knoblauch bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten anbraten, bis sie weich und duftend sind.
- Karotte, Paprika und Champignons hinzufügen und 6–8 Minuten weiterbraten, bis das Gemüse weich ist, aber noch Textur hat.
- Würzen
- Tamari, Salz und Pfeffer einrühren. Abschmecken — Tamari bringt viel Salz und Tiefe, also lieber vorsichtig dosieren.
- Wenn du Tofu oder Linsen verwendest, jetzt untermischen.
- Reis untermengen
- Den gekochten, abgekühlten Reis unter die Gemüse-Mischung heben. So bleibt die Füllung bindig, ohne zu zerfallen.
- Noch einmal abschmecken: ein bisschen mehr Tamari, Pfeffer oder einen Spritzer Zitronensaft können gut tun.
- Kohlblätter füllen und rollen
- Ein Blatt flach hinlegen, evtl. den dicken Strunk dünner schneiden, damit sich das Blatt leichter rollen lässt.
- Ein bis zwei Esslöffel (je nach Blattgröße) Füllung in die Mitte setzen, die Seiten einschlagen und dann von unten nach oben fest, aber sanft aufrollen.
- Die Ränder gut einklappen, damit nichts herausfällt.
- Anbraten der Rollen
- Restliches Öl in einer großen Pfanne erhitzen.
- Die Rollen hineinlegen und bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten pro Seite anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Das gibt Aroma und eine schöne Oberfläche.
- Sauce vorbereiten
- Für die Sauce das Öl in einem kleinen Topf erhitzen, Ingwer und Knoblauch kurz anbraten.
- Tamari und etwas Wasser hinzufügen, aufkochen lassen und kurz reduzieren, damit die Sauce Bindung bekommt. Optional mit einem Teelöffel Maisstärke (angemischt in Wasser) leicht andicken.
- Anrichten
- Die Kohlrouladen auf einer Platte anrichten, Sauce über die Rollen geben und mit Sesam bestreuen.
- Ich serviere sie gern noch mit frischen Kräutern oder ein paar Frühlingszwiebeln.
- Aufbewahrung & Aufwärmen
- In einem luftdichten Behälter halten sich die Rollen 3–4 Tage im Kühlschrank.
- Zum Aufwärmen kurz in der Pfanne anbraten oder im Ofen bei 180 °C 10–15 Minuten erwärmen, damit sie außen wieder knusprig werden.
Kleiner Hinweis zur schonenden Zubereitung: Viele Vitamine sind hitzeempfindlich. Das kurze Blanchieren und das relativ kurze Braten der Zutaten helfen, Nährstoffe zu bewahren. Gleichzeitig sorgt die Hitze für Aromen, die das Essen gemütlich machen.
Häufige Fehler vermeiden
Bevor ich zu konkreten Fehlern komme: Viele Irrtümer passieren aus Zeitdruck oder Unsicherheit beim Rollen. Ein bisschen Geduld und die richtigen Handgriffe ersparen Frust.
Fehler 1: Reis zu lange oder zu kurz kochen
- Wird der Reis zu matschig, wird die Füllung zu klebrig und die Rollen fallen beim Rollen auseinander. Ist er zu trocken, fällt die Füllung auseinander und schmeckt krümelig. Ich achte darauf, den Reis so zu kochen, dass die Körner weich, aber noch formbar sind.
Fehler 2: Kohlblätter reißen beim Rollen
- Das passiert oft, wenn die Blätter nicht richtig blanchiert oder nicht ausreichend abgekühlt wurden. Das Eiswasser nach dem Blanchieren macht die Blätter elastisch. Außerdem schneide ich den dicken Strunk manchmal dünner, damit sich das Blatt besser um die Füllung legt.
Fehler 3: Zu salzige oder langweilige Füllung
- Tamari ist sehr konzentriert, deshalb lieber vorsichtig dosieren und zum Schluss abschmecken. Wenn die Füllung flach wirkt, hilft eine Prise Säure (z. B. Zitronensaft) oder ein bisschen geräuchertes Paprikapulver, um Tiefe zu geben.
Serviervorschläge für Vegane Kohlrouladen
Ich finde, Kohlrouladen sind flexibel — sie passen zu vielen Beilagen und Anlässen. Hier ein paar einfache Ideen, wie du sie servieren kannst.
Leichte Beilagen
- Gedünsteter Vollkornreis, kleine Quinoasalat oder gebackene Süßkartoffeln. So bleibt das Gericht insgesamt leicht und ballaststoffreich.
Meal-Prep und Lunchbox
- Die Rouladen eignen sich super fürs Mitnehmen: In einer Box mit etwas Sauce getrennt bleiben sie frisch und lassen sich kalt oder warm genießen. Ich packe gern ein paar rohe Gemüsesticks dazu.
Kombi-Ideen für Zuhause
- Eine einfache Misosuppe oder eine klare Gemüsebrühe passt prima dazu. Für mehr Frische: eingelegte Gurken oder ein knackiger Krautsalat ergänzen die Texturen.
Fazit
Ich finde, dieses Rezept für Vegane Kohlrouladen ist ein perfektes Beispiel dafür, wie gesundes Essen gemütlich und zugänglich sein kann. Es unterstützt einen ausgewogenen Alltag durch viele Ballaststoffe, viel Gemüse und moderate Kohlenhydrate; dabei ist es flexibel und lässt sich an Vorrat und Geschmack anpassen. Die Rollen sind nahrhaft, sättigend und ideal für Meal Prep oder ein entspanntes Abendessen mit Freunden. Probier es aus — es lohnt sich, etwas Zeit für das Rollen zu nehmen, weil das Ergebnis so wohlig und befriedigend ist.
Conclusion
Wenn du noch Inspiration brauchst oder eine andere Variante ausprobieren möchtest, schau dir gern dieses Rezept an: ein ähnliches Rezept bei Zucker&Jagdwurst.
FAQs zu Vegane Kohlrouladen
- Was sind Vegane Kohlrouladen und wie unterscheiden sie sich von klassischen Kohlrouladen?
- Vegane Kohlrouladen sind gefüllte Kohlblätter ohne tierische Zutaten. Statt Hackfleisch verwende ich Reis, Gemüse und Pilze oder Tofu. Geschmacklich sind sie leichter, aber genauso sättigend, und sie haben oft mehr Gemüseanteil.
- Wie lange halten sich Vegane Kohlrouladen im Kühlschrank?
- Im luftdichten Behälter halten sie sich etwa 3–4 Tage. Für länger friere ich einzelne Rollen ein; aufgetaut kurz aufbacken oder in der Pfanne erwärmen.
- Kann ich Vegane Kohlrouladen vorbereiten und später fertigstellen?
- Ja, ich bereite oft die Füllung vor und blanchiere die Blätter. Am Tag des Servierens rolle ich alles und brate die Rouladen kurz an — so geht’s schnell und frisch.
- Sind Vegane Kohlrouladen geeignet für Meal Prep und Lunchboxen?
- Absolut. Sie sind stabil, nahrhaft und lassen sich kalt oder warm essen. Für die Lunchbox packe ich die Sauce separat, damit nichts durchweicht.
- Wie kann ich die Füllung der Veganen Kohlrouladen proteinreicher machen?
- Du kannst Tofu, gekochte Linsen oder fein gehackte Nüsse untermischen. Auch eine Mischung aus Reis und Quinoa erhöht den Proteingehalt.
Ich hoffe, ich konnte dir Lust machen auf diese einfachen, gemütlichen Kohlrouladen. Wenn du sie ausprobierst, freu ich mich, von deinen Erfahrungen zu hören.
DruckenVegane Kohlrouladen
Eine einfache, gesunde und nahrhafte vegane Version von Kohlrouladen, die voller Ballaststoffe und Vitamine steckt und sich perfekt für Meal Prep eignet.
- Vorbereitungszeit: 60 Minuten
- Kochzeit: 30 Minuten
- Gesamtzeit: 90 Minuten
- Ertrag: 4 Portionen 1x
- Kategorie: Main Course
- Verfahren: Baking
- Küche: Vegan
- Diät: Vegan
Zutaten
- 1 1/4 Tassen trockener Sushi-Reis (oder kurzkörniger Reis)
- 1 große Napa-Kohl (chinakohl)
- 1 EL Öl (neutral, z. B. Avocado- oder leichtes Olivenöl), geteilt
- 1 mittlere Zwiebel, gewürfelt
- 3/4 EL frischer Ingwer, gehackt
- 3 Knoblauchzehen, gehackt
- 1 mittelgroße Karotte, gewürfelt
- 2 mittlere Paprika, gewürfelt
- 8 weiße Champignons, gewürfelt
- 2 EL Tamari oder Kokosaminos
- 1/2 TL Meersalz
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer
- Sesam zum Garnieren
- Optional: 150–200 g fester Tofu, zerbröselt
- 1–2 EL Sesamöl
- Frühlingszwiebeln oder Koriander zum Bestreuen
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver oder 1/2 TL Chiliflocken
- Gehackte Walnüsse oder Sonnenblumenkerne
Anweisungen
- Reis 45–60 Minuten in kaltem Wasser einweichen und anschließend abtropfen.
- Den eingeweichten Reis mit frischem Wasser und einer Prise Salz kochen, bis er weich und leicht klebrig ist.
- Napa-Kohl am Strunk an der Unterseite leicht einschneiden und die äußeren Blätter abtrennen.
- Ein großes Wasserbad zum Kochen bringen und die Kohlblätter portionsweise 2–3 Minuten blanchieren, dann in Eiswasser legen.
- In einer großen Pfanne die Hälfte des Öls erhitzen und Zwiebel, Ingwer und Knoblauch 4–5 Minuten anbraten.
- Karotte, Paprika und Champignons hinzufügen und 6–8 Minuten weiterbraten.
- Tamari, Salz und Pfeffer einrühren und, falls gewünscht, Tofu oder Linsen untermischen.
- Den abgekühlten Reis zur Gemüse-Mischung hinzufügen und gut vermengen.
- Die Kohlblätter mit der Füllung belegen, die Seiten einschlagen und aufrollen.
- Die Rollen in der restlichen Pfanne 2–3 Minuten pro Seite anbraten.
- Für die Sauce Öl in einem kleinen Topf erhitzen, Ingwer und Knoblauch anbraten, Tamari und Wasser hinzufügen und kurz reduzieren.
- Die Kohlrouladen anrichten, mit Sauce übergießen und mit Sesam garnieren.
Hinweise
Kohlrouladen können in einem luftdichten Behälter 3–4 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie eignen sich auch hervorragend für Meal Prep.
Ernährung
- Portionsgröße: 1 Rolle
- Kalorien: 350
- Zucker: 5g
- Natrium: 600mg
- Fett: 10g
- Gesättigte Fettsäuren: 2g
- Ungesättigtes Fett: 8g
- Transfette: 0g
- Kohlenhydrate: 55g
- Faser: 8g
- Protein: 12g
- Cholesterin: 0mg
Schlüsselwörter: Kohlrouladen, vegan, Rezept, gesund, Meal Prep



